Unser Hühnerstall -
nicht nur Eier, sondern auch viel Freude (und Arbeit...)
letztes Update 10.03.2011

Meine Hühnerfilme bei youtube;-)
Ein uns schon seit dem Einzug vorschwebender Plan hat im Jahr 2009 Gestalt angenommen - wir haben unsere eigene kleine Hühnerschar und einen Hahn. Der Stall (die nun nicht mehr so angesagte Kinderspielhütte) mit dazugehörigem Auslauf wurde fertiggestellt am 24. Oktober 2009. Auf dem Geflügelhof in Schmabek haben wir am 26. Oktober 2009 vier Junghennen gekauft, einen Hahn haben wir dort leider nicht bekommen.
29. Oktober 2009: Die Hühner haben sich gut eingelebt und wir haben heute immerhin schon das zweite Ei gefunden - die Hühner sind ja noch jung und es ist in dieser Jahreszeit wenig Licht vorhanden. Gekostet haben wir noch nicht, das wollen wir erst, wenn für jedes Familienmitglied ein Ei da ist... Außerdem ist heute ein Hahn zur Hühnerschar hinzugekommen, der Welsumer Zwerghahn "Fridolin", der als eine der ersten Amtshandlungen auch gleich dem selbsternannten Leithuhn zeigte, wer der Chef im Ring ist.
Am 10.11.2009 sind noch zwei Grünleger-Hennen (weißes Gefieder) hinzugekommen, nachdem der Hühnerstall um ca. einen halben Meter verlängert wurde. Die armen Hennen hatten es zunächst nicht leicht ganz unten in der Hackordnung, aber inzwischen haben sie sich gut eingelebt. Dass unsere Hühner sich recht wohl fühlen, sieht man auch daran, dass wir inzwischen täglich 2 bis 3 Eier bekommen, einmal waren es sogar 4 Stück - und es waren zwei Prachtexemplare mit über 70 g dabei. Der Hahn hat sich zu einem richtigen Giftzwerg entwickelt, der seine Hennen gegen alles und jeden verteidigt.
Seit dem 19.11.2009 wird akribisch Buch geführt über die Eierproduktion ;-) und es wurden in 2 Monaten (19.11.2009 bis 19.01.2010) knapp 270 Eier von unseren 6 Hühnern gelegt. Tage, an denen jede der Damen ein Ei legt, sind inzwischen eher die Regel als die Ausnahme. Das ist angesichts der seit Anfang Dezember sehr kalten Temperaturen und der kurzen Tage nicht schlecht und viel mehr als von uns erwartet. Der Stall ist inzwischen gut isoliert, was sicher eine Menge ausmacht.
Am 23.04.2010 hatten wir leider den ersten Todesfall in unserer Hühnerschar zu beklagen: am Tag zuvor wirkte eins der hellbraunen Hennen plötzlich krank und hatte Durchfall. Wir haben sie dann isoliert und begonnen, die anderen Hühner prophylaktisch zu entwurmen. Außerdem wurde der Stall gründlich gereinigt und desinfiziert. Am nächsten Tag wirkte das kranke Huhn dann zunächst wieder munterer, verging dann aber zusehends und verabschiedete sich am späten Vormittag in den Hühnerhimmel. Seitdem beobachten wir das andere Federvieh sehr aufmerksam, aber bislang scheint alles bestens, sie sind alle munter und legen ihr tägliches Ei. Ersatz für das Huhn wird es nicht geben, da ein einzelner Neuankömmling es sehr schwer haben würde, sich gegen die anderen Hühner zu behaupten.
Zeitgleich ist gerade ein Anbau in Arbeit, eine Art überdachte Voliere und zugleich "Hochsicherheitstrakt", damit das Hühnervolk auch bei "Sauwetter" trockenen Auslauf hat und wir desweiteren etwas flexibler werden, was eventuelles aushäusiges Übernachten angeht - dann haben die Hühner trotzdem die Möglichkeit, ohne fremde Hilfe morgens aus dem Stall in einen Auslauf zu kommen. Bezugsfertig ist er gerade rechtzeitig am 26.04.2010 geworden, da es an diesem Tag ordentlich geregnet hat bis zum frühen Nachmittag. Fotos des vollendeten Werkes wie üblich in der Fotogalerie.
Entwarnung: auch am 30. April 2010 erfreuen sich die übriggebliebenen Hühner und der Hahn bester Gesundheit, wir haben konstant 5 Eier pro Tag und können wohl davon ausgehen, dass der Todesfall keine Infektionskrankheit als Ursache hatte.
Den Mai 2010 haben die Hühner mit fleissigem Eierlegen, viel Sandbaden und mit bester Gesundheit verbracht.
Im Juni 2010 haben wir 10 Tage lang gehofft, dass unsere (nicht unbedingt gewünscht) gluckige Henne die beiden untergelegten Eier auch tatsächlich zu Ende brütet, leider hat sie nach der Hälfte der Brutzeit keinen Bock mehr gehabt und ist für Stunden vom Nest gegangen. Umso bedauerlicher, da die Eier tatsächlich befruchtet waren (der Hahn steht also seinen Mann) und die Embryonalanlage schon sehr gut zu erkennen war, schade. Inzwischen ist sie immer noch phasenweise der Meinung, brüten zu müssen und legt uns deshalb auch kein Ei.
Auch im Juli 2010 war viel los im Hühnerstall! Ein zweites Huhn fühlte sich zu Höherem berufen und brütete, diesmal auf nur einem Ei und sogar die vollen 21 Tage, leider vergebens, denn dieses Ei war leider nicht befruchtet. Inzwischen ist das sehr blaß gewordene Huhn wieder voll integriert und wir hoffen, dass sie bald wieder legt. Die Juni-Glucke hat immer noch nicht wieder gelegt und hat sich immer wieder stundenweise auf ein leeres Nest gesetzt, so dass sie 3 Tage in Einzelhaft genommen wurde und nun endich kuriert ist - ihr Glück, sonst wäre sie irgendwann der Hauptgast bei einem Mittagessen geworden ;-). Es sind am 23.07.2010 zwei neue Damen, zwei schwarze Sussex eingezogen, welche auch schon niedliche kleine Eier legen. Der Frieden im Hühnerstall wurde erheblich durch einen starken Befall durch Vogelmilben gestört - und daher waren wir ein paar Tage mit der Grundreinigung, Desinfektion und Ritzenbeseitigung mittels 5 Tuben Silikon im Stall beschäftigt. Den durchschlagenden Erfolg haben wir aber mit dem Einsprühen der (neuen) Sitzstange sowie der Rest-Milbenbestände mit Ballistol-Öl erreicht. Aufgrund dieser üblen Erfahrung ist zur Zeit der Neubau eines größeren milbenfeindlichen Schlafstalles in Arbeit - die "Villa Huhn"!
Am 4. August 2010 wurde der neue Schlafstall "Villa Huhn" bezugsfertig und außerdem sind noch (die vorerst letzten!) drei neue Hühner aus Schmabek dazugekommen: eine grau gesperberte Grünlegerhenne und zwei weiße Sussex-Hühner, alle drei noch recht jung, so dass nicht sofort mit Eiern zu rechnen ist. Die Grünlerhenne ist sehr lebhaft, leicht panisch und hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie locker zwei Meter hoch fliegen kann!!
Der doch recht kleine Auslauf wurde jetzt mit den vielen Hühnern definitiv zu klein und deshalb haben wir uns kurzerhand entschlossen, den Auslauf deutlich zu erneuern - um ca. 80 qm! Noch ist auf dem entsprechenden Foto Gras zu erkennen, aber die Hühner scharren alles kurz und klein. Inzwischen sind noch kleine Büsche hinzugekommen, die im Sommer Schatten und auch ansonsten den Hühnern etwas Abwechslung und Schutz gewähren sollen. Der Hahn muß leider weg, da er inzwischen nicht nur uns Menschen gegenüber aggressiv ist (diverse blutige Stellen und Hämatome an den Beinen trotz Jeanshosen!), der "Henker" weiß schon Bescheid... Am 27.10.2010 hat der kleine Kampfhahn mit zwei fiesen Attacken endgültig den Bogen überspannt und wurde kurzerhand eingefangen und abtransportiert - nun lebt er in Buchholz, wo er erstaunlicherweise eine neue Chance sowie eine neue Hühnerschar bekommen hat. Ich hoffe für ihn, er benimmt sich dort besser...leider hat uns inzwischen die Nachricht erreicht, dass er schon gleich am nächsten Morgen eine hinterhältige Attacke auf den neuen Halter unternommen hat und dies seine letzte Untat gewesen war. Der Hahn ist tot, er lebe der Hahn!
Am 28. Oktober 2010 ist dann der neue Chef im Ring zu uns gekommen: Fridolin II., ein echt riesiger weißer Sussex-Hahn, welcher sicherlich ein netter und sanfter Hahn sein wird. Allerdings hat er schnell einen anderen Namen bekommen, da er irgendwie ein wenig trottelig und ein großes weißes Dummtier ist: nun heißt er Gustav nach dem tölpeligen Ganter Gustav Gans. Obwohl für ihn extra eine sehr stabile Leiter gebaut wurde, zieht er es vor, als einziger auf dem Boden unter dem Kotbrett zu schlafen.
Am 11. November 2010 um 11:11 Uhr (naja, fast...) sind noch zwei weitere Hennen bei uns eingezogen, sie heißen Erna und Lotta und haben noch nicht viel zu melden. Der Hahn ist sehr lieb und zutraulich, frißt sogar aus der Hand, den Hennen gegenüber weiß er allerdings noch nicht so ganz, was seine Aufgaben sind- aber ein paar Mal ist er seinen Hahnenpflichten bereits nachgekommen.
Im Dezember 2010 mußten die Hühner mit viel Schnee und starken Minusgraden klarkommen, was auch dank Tränkenwärmer und Erkältungstee sehr gut geklappt hat. Die Eierproduktion ist in diesem Monat stark zurückgegangen.
Im Januar 2011 hatten wir leider einen weiteren Todesfall zu beklagen, Marla ist gestorben - woran, wissen wir nicht, sie verging einfach innerhalb kürzester Zeit. Schade, sie war ein nettes Huhn mit einer super Eierleistung.
Zwei Neuzugänge gab es im Februar 2011: zwei weiße Leghorn-Hühner, welche (irgendwann..) weiße Eier legen werden. Es handelt sich hiebei um sehr scheue und leichte Hühner, welche gleich mehrmals ausgebüxt sind, indem sie den 1,80 m hohen Zaun überflogen haben. Nun haben wir jeweils einen Flügel gestutzt und sie bleiben an Ort und Stelle ;-). Leicht haben die beiden es noch nicht, selbst Gustav verjagt sie vom Futternapf.
Seit März 2011 haben wir das Areal der Hühner zumindest temporär etwas erweitert: mittels eines mobilen Gefügelzaunes dürfen sie momentan unseren Acker umgraben, was sie auch sehr gewissenhaft tun, siehe Fotogalerie...